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Gerlafingen Herzhaftes Lachen verspricht Regisseur Markus Leist dem Publikum mit dem Stück «Dr Schatz». Mit sicherem Gespür agieren alle elf Mitwirkenden auf der Bühne.

Der Auftrag an Regisseur Markus Leist und die dreiköpfige Lesegruppe war klar. Es galt ein Stück zu finden, das so viele Rollen aufweist, wie die Gerlafinger Theaterbühne Spielwillige hat. Im dreiaktigen Lustspiel «Dr Schatz» wurden sie fündig. Leist, der Theaterpädagoge ist und gegenwärtig auch selbst als Schauspieler an einer Produktion von «Das freie Theater Zürich» mitwirkt, kennt die Bedürfnisse von Theaterleuten und Publikum gleichermassen.

Unterhaltsam und absurd

Als geübte Truppe haben die Gerlafinger das ausgewählte Stück textsicher in Szene gesetzt. Bekannte Gesichter sind im Ensemble zu entdecken, deren schauspielerisches Können und deren Bühnencharme immer wieder überzeugt. Gemeinsam gelingt es allen Mitwirkenden, den Stoff, der von der Pension Schmid, ihren Bewohnern und Gästen handelt, unterhaltsam und mit einem ordentlichen Schuss Absurdität zu präsentieren. Die Sache ist die, dass der Grossvater, Pensionsinhaber Schmid, nach seiner Rückkehr aus Brasilien einen Goldschatz im Garten vergraben haben soll. Deshalb rückt die Familie immer wieder mit Stechschaufeln an, um endlich dieses Erbteils habhaft zu werden. Von der Aussicht, reich zu werden, sind auch verschiedene seltsame Gäste angelockt worden: ein mit Stimmübungen Nerven raubender, angeblicher Musicalstar oder ein solide wirkender Suizo-Brasilianer. Und wie immer in Lustspielen ist das Geschehen mit komischen Verwicklungen und munterer Geschwätzigkeit durchwirkt. Ein Gast stellt dreist der ruhmsüchtigen Tochter des Hauses nach, indem er mit seinen Beziehungen zur Filmbranche prahlt, während seine Frau statt zu ihrem gequält jugendlichen Outfit endlich zu selbstbewusster Damenhaftigkeit findet.

Und gar ein Mord?

Man kommt in den Genuss eines nächtlichen, von verschiedenen Mitplayern beobachteten Tanzes, einer handfesten Schlägerei und allerlei Geheimnistuerei. Dramatisch wird es, als der gar nicht liebenswürdig auftretende Schmid plötzlich verschwunden ist. Wurde er etwa ermordet? Das ruft Kommissarin Haferschleim auf den Plan. Und wo schliesslich der Schatz gefunden wird, erfahren nur die Besucherinnen und Besucher der Vorstellungen am 20., 21., 25., 27. und 28. Januar um 20.15 Uhr im Restaurant Boccia.




© by Kaiser-Theater Daniel Kaiser/Dan Emperore 2007/12

 
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